2. August 2026
Nicht ganz unerwartet machten die drei anwesenden Eidgenossen den Sieg am 67. Rickenschwinget unter sich aus. Damian Ott bezwang im Schlussgang Marco Good. Von den gastgebenden Rapperswilern hatte Andreas Ziegler die Nase vorn.
Die kurzfristige blessurbedingte Absage von Werner Schlegel, dem derzeit formstärksten Nordostschweizer Schwinger, war zwar ein Wermutstropfen, schadete der guten Stimmung auf dem Ricken aber nicht. Mit den Eidgenossen Damian Ott (Dreien), Marco Good (Mels) und Roger Rychen (Mollis) war die Spitze am 67. Rickenschwinget weiterhin gut besetzt. Dass die drei den Sieg unter sich ausmachen würden, blieb zu erwarten. Dabei zeigte Good in den ersten fünf Gängen eine besonders beeindruckende Leistung mit lauter gewonnenen Zweikämpfen – davon vier mit Bestnote Zehn.
Damian Ott, der zur Mittagsstunde die Rangliste mit drei Zehnern auf dem Notenblatt anführte, geriet am Nachmittag aufgrund eines Gestellten gegen den Thurgauer Teilverbandskranzer Mario Schneider kurz in Bedrängnis. Dank eines weiteren Siegs im fünten Gang gegen den Kaltbrunner Lokalmatadoren Andreas Ziegler, gelang ihm neben Good der Einzug in den Schlussgang aber doch noch souverän. Auch Roger Rychen blieb als möglicher Schlussgangteilnehmer lange im Gespräch; jedoch wurde die Entscheidung durch die Niederlage gegen Good im 5. Gang vorweggenommen.
Rapperswiler Schwinger im Mittelfeld
Insgesamt traten 120 Schwinger zum Wettkampf an. «Die hohe Teilnehmerzahl zeigt, wie beliebt der Rickenschwinget weiterhin ist», meinte OK-Präsident Ivo Reichenbach zufrieden. Der gastgebende Schwingerverband Rapperswil und Umgebung war mit nicht weniger als 20 Teilnehmern vertreten. Einen besonders guten Tag zog dabei Andreas Ziegler ein, der trotz der Niederlage gegen Ott mit vier gewonnenen und zwei verlorenen Gängen und gesamthaft 57 Punkten auf dem guten 5. Platz landete.
Ebenfalls vier gewonnene Kämpfe brachte Söldner Manuel Weber aus Pfäffikon ZH aufs Notenblatt. Die Kämpfe gegen Teilverbandskranzer Beat Suter und Eidgenosse Roger Rychen gingen zwar verloren; immerhin wurde jedoch Webers Wehrhaftigkeit im Kampf gegen Rychen mit einem zusätzlichen Viertelpunkt belohnt. Am Ende führte dies zu einem Endergebnis von 56.50 Punkten im 7. Rang.
Schwinghose an den Nagel gehängt
Das drittbeste Einheimischen-Resultat glückte dem 40-jährigen Hans-Peter Kamer mit 56 Punkten im 9. Rang. Damit beendet Kamer seine Aktivkarriere. Der dreifache Familienvater ist vor Kurzem von Benken nach Ibach gezogen, wo er nun einen Landwirtschaftsbetrieb führt.
Kamer ist in den letzten Jahren nur noch an den Festen des eigenen Verbands angetreten, hat dort aber trotz seines fortgeschrittenen Alters immer wieder respektable Resultate erzielt. Ausgerechnet bei seiner Abschiedsvorstellung verletzte er sich nun aber noch am Bein. «Es passierte im vierten Gang. Wegen der geplanten Abschiedszeremonie nach dem sechsten Gang habe ich aber die Zähne zusammengebissen und bis zum Schluss weitergekämpft.»
Grössere Tribüne, grössere Festwirtschaft
Rund 2800 Zuschauerinnen und Zuschauern wohnten dem Traditionsanlass bei. Aufgrund des beachtlichen Publikumsinteresses wurden erstmals die Tribüne und die Festwirtschaft vergrössert. Eine Besonderheit bildet jeweils die Mittagsverpflegung mit Suppe und Spatz. Aufgrund des absoluten Holzfeuerverbots im Kanton St. Gallen wurde das Essen dieses Jahr erstmals auf Gastöpfen gekocht.
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