Stark besetzter 59. Rickenschwinget

Erstellt am 27.07.2016 von Ivo

Gewinnt Armon Orlik auch erstmals auf dem Ricken?

Am Sonntag, 31. Juli schwingt auf dem Ricken die gesamte NOS-Elite. Favorit ist der fünffache Kranzfestsieger Armon Orlik aus Maienfeld. Zum Auftakt findet am Freitagabend zum zweiten Mal der RickenSpass statt.

Weil die Bündner Schwinger wegen ihrem Sertigschwinget eher selten auf dem Ricken antreten, ist der Davoser Christian Ambühl (1990) bisher auch der einzige Sieger aus dem Land der 150 Täler. Dies könnte sich allerdings am kommenden Sonntag ändern, denn mit dem 21jährigen Armon Orlik gastiert der in dieser Saison erfolgreichste Schwinger des Landes am zentralen Nordostschweizer Bergfest auf dem Ricken. Der junge Bündner begeisterte heuer die Schwingerfreunde mit seinem vielfältigen technischen Repertoire, einem starken Kurzzug und seinen Links-Rechts-Kombinationen. Man ist höchst gespannt auf seinen zweiten Auftritt  am Rickenschwinget. Ebenfalls zum zweiten Mal dabei ist der andere Hoffnungsträger des NOS-Verbandes, der 18jährige Samuel Giger aus Ottoberg. Der Thurgauer Zimmermann-Lehrling stand vor einem Jahr bei seiner Premiere gegen Dani Bösch bereits im Schlussgang und ist inzwischen schwingerisch noch reifer geworden. Sein extrem hoch gezogener Kurz, der letztes Jahr auch von König Noldi Forrer nicht pariert werden konnte, dürfte auch am Sonntag wiederum das Publikum von den Sitzen reissen!

Holt Nöldi Forrer auch den Ricken-Rekord?

Nach seinem Kranzrekord peilt Käsermeister Nöldi Forrer eine weitere Rekordmarke an, denn mit einem neunten Sieg auf dem Ricken könnte er im Goldenen Buch der Rickensieger alleine vor dem legendären Karl Meli an der Spitze stehen. Eine  Ueberraschung wäre dies kaum, denn der König von 2001 hat mit seinen bald 38 Jahren bisher eine glänzende Saison hingelegt und gehört deshalb bei jedem Start zum engeren Favoritenkreis. Immer besser in Form kommt auch Titelverteidiger Daniel Bösch. Wer am Sonntag gewinnen will, muss wohl zuerst den routinierten Zuzwiler aus dem Weg räumen. 

Angesichts dieses Quartetts von vier Top-Favoriten sind die übrigen NOS-Eidgenossen eher in der Rolle der Aussenseiter und vielleicht auch Spielverderber. An erster Stelle sind dabei die beiden schwingkundigen Appenzeller Michael Bless( Sieger 2013) und Raphael Zwyssig zu nennen.  Beat Clopath blieb bisher nach seinem Husarenstreich am „St.Galler“ einiges schuldig, darf aber nie abgeschrieben werden, genauso wie Oldie Stefan Burkhalter, Beni Notz oder „Bagger“ Fabian Kindlimann. 

Turbo’s aus der zweiten Reihe?

Etliche Teilverbandskranzer und Anwärter für Estavayer mussten die Saison bereits abschreiben. Es bleiben aber einige attraktiv schwingende Hoffnungsträger, man denkt dabei an den Glarner Schönschwinger Roger Rychen, den Toggenburger Michael Rhyner,  die Appenzeller Andreas Fässler, Marcel Kuster, Markus Schläpfer und Martin Hersche. Gewaltig

auf dem Vormarsch sind auch die Thurgauer, die nebst“ Burki“ und Giger mit den Gebrüdern Dominic und Mario Schneider, Ernst Bühler, Tobias Krähenbühl, usw., drauf und dran sind, die lange Zeit andauernde Vormacht der St.Galler ins Wanken zu bringen. 

Heimfest für Eidgenosse  Martin Glaus

Die gastgebenden Rapperswiler Schwinger werden angeführt von ihrem Technischen Leiter Martin Glaus. Zusammen mit seinen Aktivschwingern und einigen Veteranen ist er auch massgeblich am Aufbau von Festhütte, Tribünen und Infrastruktur beteiligt. So sorgten am letzten Samstag rund 40 Helfer für einen schönen Vorsprung auf die Marschtabelle, was vor allem Bauchef Hans Peter Kamer zu schätzen wusste. „Wenn sie am Fest so gut schwingen, wie sie sich heute eingesetzt haben, werden einige weit vorne in der Rangliste sein“ meinte der Benkner Kranzer. So dürfen auch von den für das Eidgenössische selektionierten Adrian und Dominik Oertig, sowie Pirmin Gmür Sonderleistungen erwartet werden. 

Umrahmt werden die Duelle im Sägemehl mit bodenständiger regionaler Folklore und auch dem Steinstossen für Damen und Herren wird mit einem Final zwischen dem fünften und sechsten Gang auf dem Festplatz die gebührende Referenz erwiesen. 

 

RickenSpass zum Zweiten!

Nach dem tollen Erfolg bei der Feuertaufe vor einem Jahr, steigt am Freitagabend, 29. Juli die zweite Auflage des Comedy-Abends RickenSpass. Moderiert von Prix Walo-Gewinner Cony Sutter aus Schmerikon treten heuer das Duo „Messer und Gabel“, Fredy Schär und Sängerin Monique auf. Abgerundet wird der ganze Spass mit der Tanzmusik Tweralpspitz. Weitere Infos erhalten und Plätze online reservieren kann man unter www.rickenschwinget.ch. Das OK des Schwingerverbandes Rapperswil & Umgebung mit Präsident Ivo Reichenbach, Rapperswil, freut sich, wieder viele Besucher auf dem Ricken begrüssen zu dürfen.

26.07.2016